Gestohlene Zeit und Selbstachtung

Ich war 17 und auf den Weg zu meinem Freund. Jedes Wochenende fuhr ich mit der S-Bahn zu Ihm. Doch diesmal war alles anders.

Mein Magen krampfte sich zusammen und so beschloss ich ihn

Anzurufen damit er mich vom Bahnhof abholt.

Naja wie hätte es anders sein sollen. Ich kam an und er war nicht da. Mein Bachgefühl wurde immer schlimmer.

Ich verlies das Bahnhofsgebäude und machte mich auf den Weg zu Ihm. Ich ging einen Weg entlang der zwischen Gleise und Felder langführte.

Die Musik aus meinem MP3 Player laut aufgedreht um meinen Bauch zu übertönen.

Als ich schon fast an der Straße war packte mich jemand von hinten und hielt mir den Mund zu. Ich griff nach der Hand und versuchte sie wegzuziehen als mich der Unbekannte ins Gras schleuderte. Ich könnte Ihn nicht beschreiben das einzige was ich sah war seine weiße Mütze

die seine restliche Gestalt zu verschlingen schien.

Er legte sich auf mich und fing an mir an die Brüste und zwischen die Beine zu langen. Ich wehrte mich mit allen Kräften.

Stieß Ihn weg, drehte mich um, versuchte mit Ihm auf mir drauf aufzustehen. Jeder Versuch endete wieder jämmerlich am Boden. Seine Hand um meinen Hals geschlossen, sein Mund nah an meinem Ohr, seiner widerwärtigen stimme die mir ins Ohr flüsterte das er mich umbringen werde wenn ich mich nochmal wehren würde und seine Tritte und Schläge um dieser Ausdruck zu geben.

Seine Stimme war das einzige was ich hörte. Es war fast so als würde die ganze Welt schweigen und gespannt meinem verzweifelten und stummen Kampf lauschen. Ich wollte so oft schreien doch der Ton blieb mir immer wieder aufs Neue im Halse stecken. Irgendwann sprang er auf und rannte davon. Meine Sinne kamen zurück. Es schien als würde ich eine Ewigkeit noch im Gras liegen während seine Berührungen anfingen auf meiner Haut zu brennen. Die Tränen flossen mir über mein Gesicht als ich merkte das ich schon längst stand und meinem Freund ins Angesicht schaute. Er rannte dem Unbekannten hinterher während ich vor Erschöpfung auf den Boden sank. Ich fühlte mich dieser Minuten und meiner Selbstachtung beraubt. In mir ist ein Teil gestorben und der wird für immer begraben bleiben.

16.4.13 09:40

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